Preußen-Trainer sieht Außenseiter-Chance im DFB-Pokal gegen KSC
Preußen-Coach Thomas Wörle sieht seine Mannschaft im Pokalspiel gegen den KSC als klaren Außenseiter - aber nicht chancenlos
Wenn am Freitag um 18 Uhr die Partie der ersten DFB-Pokal-Hauptrunde zwischen Preußen Münster und dem Karlsruher SC an der Hammer Strasse angepfiffen wird, ist für Wörle die Rollenverteilung klar. „Wir sind nicht die Favoriten, wir sind die Herausforderer“, sagt der Trainer der Adlerträger.
Das mag auch etwas taktisches Understatement sein. Ein Blick in die jüngere Vergangenheit gibt Wörle aber recht. Beim letzten Besuch in Münster nahmen die Karlsruher, damals noch in der 2. Liga, drei Punkte mit. Aus der damaligen Startelf steht heute nur noch Zidan Sertdemir im Kader.
Die Fluktuation bei den Adlerträgern ist groß. Die Mannschaft muss sich erst finden. Sie muss noch ihre Balance finden. Wörle versucht deshalb, zu hohe Erwartungen zu dämpfen. Bei aller Skepsis im Vorfeld ist für ihn aber eines klar: „Wir glaube an unsere Chance“.
Verzichten muss Wörle nicht nur auf die Langzeitverletzten Malik Batmaz, Simon Scherder und Luca Bolay. Auch Joshua Mees wird weiter fehlen. Gleiches gilt für Neuzugang Tim Dietrich, den Knieprobleme plagen.
Mit 13.945 Zuschauern wird das Preußenstadion restlos ausverkauft sein, im Heim- wie im Gästebereich. Wörle freut sich sichtlich auf einen Pokalfight am Freitagabend vor stimmungsvoller Kulisse.
Pressesprecher Marcel Weskamp sprach auf der Spieltags-Pressekonferenz die Probleme beim Public Catering an. Es gebe einen neuen Partner, die Stadionwirte GmbH aus Meppen. Außerdem müssten sich die Arbeitsabläufe in der neuen Infrastruktur unter der Fiffi-Gerritzen-Kurve erst noch einspielen. Probleme gab es nicht nur beim Getränkeausschank, sondern auch bei der Rücknahme des pfandpflichtigen Leerguts. Das sei "herausfordernd" so Weskamp, der Verein wolle aber in diesem Bereich gut aufgestellt sein.
Bild: Preussen-Coach Thomas Wörle hofft ein weiterkommen im prestigeträchtigen DFB-Pokal. Foto: Frank Biermann